Angst verstehen und bewältigen

Fachvortrag der MHB im Rahmen der PatientenUniversität Brandenburg bei der Caritas Brandenburg an der Havel

Angst ist eine der grundlegendsten menschlichen Gefühle und sogar ein Urinstinkt – doch wann wird Angst zur Krankheit? Mit dieser Frage beschäftigten sich Simon Alexander Stiehl (Medizinstudent) und Anna-Maria Rudolf (Psychologiestudentin) von der Medizinischen Hochschule Brandenburg Theodor Fontane (MHB) in ihrem Fachvortrag. Der Vortrag machte deutlich: Angst ist zwar ein komplexes Phänomen mit vielen Facetten – doch mit dem richtigen Wissen und den passenden Strategien lässt sie sich gut bewältigen. Die beiden Vortragenden beleuchteten das Thema aus medizinischer und psychologischer Perspektive: Was passiert im Körper, wenn man Angst hat? Was passiert, wenn man eine Angsterkrankung hat? Wie kann man eine Angsterkrankung behandeln?

Angsterkrankungen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen weltweit – allein in Deutschland sind etwa 15 bis 20 Prozent der Bevölkerung im Laufe ihres Lebens davon betroffen. Doch was genau unterscheidet die alltägliche Angst, die uns vor Gefahren schützt, von einer krankhaften Angststörung? Dazu vermittelte der Vortrag zum einen wissenschaftliche Fakten zum anderen aber auch konkrete Hilfestellungen für den Umgang mit Angst: Was ist Angst? Was ist eine Angsterkrankung oder -störung? Welche Symptome und Erscheinungsformen von Angst gibt es? Wie entsteht eine Angsterkrankung und wie wirken diese sich körperlich aus? Welche Bedeutung können dabei Kindheitserfahrungen haben? Wie kann man Angsterkrankungen behandeln? 

Wie werden Angsterkrankungen durch Psychotherapie behandelt, welche anderen Behandlungsmöglichkeiten z.B. mit Medikamenten gibt es? Zum Abschluss der Veranstaltung wurde den Teilnehmenden im Rahmen einer praktischen Übung vermittelt, wie Atem- sowie Entspannungsübungen helfen können, die körperlichen Symptome von Angst und Stress zu bewältigen.

Eine Teilnehmerin meldete zurück: „Die Kombination aus Theorie und praktischen Übungen hat uns sehr geholfen. Ich habe das Gefühl, jetzt besser zu verstehen, was in mir passiert – und was ich dagegen tun kann.“


Verfasser/in: Simon A. Stiehl, Anna-Maria Rudolf

Bearbeitung: Hannah Leichsenring